Diagnostik

Damit Kinder und Jugendliche eine Diagnose nach ICD-10 bzw. DSM-5 gestellt bekommen und in weitere Folge in einer Therapie bestmöglich gefördert werden können bedarf es einer umfassenden Diagnostik.

 

Solch eine Diagnostik inkludiert nicht nur eine Testung auf Legasthenie oder Dyskalkulie anhand standardisierter Tests für Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen sondern unter anderem auch eine Intelligenzdiagnostik, Abklärung von Komorbiditäten zum Ausschluss von anderen neurologischen oder psychologischen Krankheiten (z. B. ADS/ADHS ...), Abklärung von körperlichen Eigenschaften wie z. B. Sehen und Hören ... 

 

Anhand all dieser Tests kann eine speziell auf das Kind zugeschnittene Therapie geplant werden.

 

Eine frühe Erkennung von Kindern mit Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten bzw. Rechenschwierigkeiten ermöglicht eine frühe Förderung. Je früher Kinder in diesen Bereichen eine spezielle Therapie machen, umso besser können sie damit in Alltag und Schule bzw. später im Berufsleben umgehen. Dies ist für die Kinder und Jugendlichen hilfreich, weil sich Legasthenie und Dyskalkulie nicht auswachsen und somit auch im Erwachsenenalter bestehen.

 

Kinder mit Schwierigkeiten im Erwerb von Lesen, Rechtschreiben und Rechnen, sogenannte Risikokinder, können schon ab dem Kindergartenalter oder der ersten Klasse Volksschule erkannt und beobachtet werden. Eine Abklärung kann schon ab Mitte der ersten Klasse Volksschule gemacht werden, eine Diagnose wird meist jedoch erst ab Mitte/Ende der zweiten Klasse Volksschule gestellt.

 

Die Diagnostik ist für Kinder und Eltern ein sensibles Thema.

Umso wichtiger ist ein fundiertes und spezifisches Fachwissen, sodass nur speziell ausgebildete Personen eine Diagnostik durchführen dürfen.


Es geschieht immer das, woran du glaubst; der Glaube an eine Sache sorgt dafür, dass sie geschieht.

(Frank Loyd Wright)