Legasthenie: Was ist das?

LRS, Legasthenie, Lese- und Rechtschreibschwäche, Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten, Lese- und Rechtschreibstörung, Dyslexie – viele Begriffe werden in der Literatur für ein und dieselbe Problematik verwendet.

 

Sie zeigt sich darin, dass Kinder mit Legasthenie Schwierigkeiten im Schriftspracherwerb, also dem Erwerb von Lese‑ und Rechtschreibfertigkeiten, haben. Sie können nur mit großer Mühe Lesen und Rechtschreiben lernen.

 

Die Lese-Rechtschreibstörung wird im ICD-10 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) der Weltgesundheitsorganisation (WHO), den umschriebenen Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten zugeteilt, welche in allen Sprachen vorkommen können.

Auch im DSM-5 wird Lesen bzw. Schreiben klassifiziert.

 

Auch wenn im ICD-10 noch keine Klassifikation für Leseschwierigkeiten alleine definiert ist, können Kinder, Jugendliche und Erwachsene Schwierigkeiten nur im Lesen haben - die Rechtschreibfähigkeiten müssen dabei nicht betroffen sein. Dem wird im DSM-5 schon Rechnung getragen.

 

Im ICD-10 wird davon ausgegangen, dass 2-4 % der Kinder und 5-10 % der Jugendlichen und Erwachsenen von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten betroffen sind.

 

Die Schwierigkeiten im Erlernen des Lesens und des Rechtschreibens sind anhaltend und ausgeprägt.

 

Sie sind nicht Folge mangelnder Beschulung, einer Intelligenzminderung oder anderer Krankheiten (Ausschluss von psychologischer und neurologischer Probleme sowie Hör- oder Sehprobleme).


Man muss das Unmögliche versuchen,

um das Mögliche zu erreichen.

(Hermann Hesse)