DYSKALKULIE: Klassifikation

Sowohl Legasthenie als auch Dyskalkulie sind im ICD-10 (Internationale Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und im DSM-5 (Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen DSM-5®) der American Psychiatric Association klassifiziert.

 

Nach dem ICD-10 gehören Legasthenie und Dyskalkulie zu den umschriebenen Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten:

  • F81.0 Lese- und Rechtschreibstörung
  • F81.1 isolierte Rechtschreibstörung
  • F81.2 Rechenstörung
  • F81.3 kombinierte Störung schulischer Fertigkeiten (Beeinträchtigung des Lesens, Rechtschreibens und Rechnens).

 

Dem DSM-5 entsprechend werden Legasthenie und Dyskalkulie den Entwicklungsstörungen, genauer den spezifischen Lernstörungen, zugeordnet:

  • 315.00 Mit Beeinträchtigung beim Lesen (Lesegenauigkeit, Lesegeschwindigkeit oder -flüssigkeit, Leseverständnis)
  • 315.2 Mit Beeinträchtigung beim Schriftlichen Ausdruck (Rechtschreibung, Genauigkeit der Grammatik und Zeichensetzung, Klarheit und Strukturierung des Schriftlichen Ausdrucks)
  • 315.1 Mit Beeinträchtigung beim Rechnen (Zahlenverständnis, beim Einprägen Arithmetischer Fakten, beim Genauen oder Flüssigen Rechnen, beim Genauen Mathematischen Schlussfolgern)

Du bist mutiger als du glaubst, stärker als du scheinst und intelligenter als du denkst.

(A. A. Milne)