Dyskalkulie: Was ist das?

Die Rechenstörung ist auch unter den Begriffen Rechenschwierigkeiten, Rechenschwäche oder Dyskalkulie bekannt.

 

In der ICD-10 der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird die Rechenstörung genauso klassifiziert wie im DSM-5 der American Psychiatric Association.

 

Die Rechenstörung wird in der ICD-10 als "Umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten, F81.2 beschrieben: 

  • Diese Störung besteht in einer umschriebenen Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten, die nicht allein durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine unangemessene Beschulung erklärbar ist.
  • Das Defizit betrifft vor allem die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten, wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division, weniger die höheren mathematischen Fertigkeiten, die für Algebra, Trigonometrie, Geometrie oder Differential- und Integralrechnung benötigt werden.

 

Je nach Studienkriterien und Untersuchungsmethode ergibt sich in den internationalen Studien eine Häufigkeit von ca. 5-8% der Schüler und Schülerinnen.

 

Die Schwierigkeiten im Erlernen des Rechnens sind anhaltend und ausgeprägt.

 

Sie sind nicht Folge mangelnder Beschulung, einer Intelligenzminderung oder anderer Krankheiten (Ausschluss von psychologischer und neurologischer Probleme sowie Hör- oder Sehprobleme).


Man muss das Unmögliche versuchen,

um das Mögliche zu erreichen.

(Hermann Hesse)