Pädagogische Diagnostik

In meiner Praxis führe ich pädagogische Lese- und Rechtschreibdiagnostiken sowie pädagogische Rechendiagnostiken durch.

 

Die pädagogische Diagnostik kann, zusammen mit dem Anamnesegespräch, mehrere Stunden umfassen. Daher erfolgt die Diagnostik meist in 2 Terminen.

 

Wenn Sie zu mir zu einer pädagogischen Diagnostik der Lese- und Rechtschreibfertigkeiten bzw. Rechenfertigkeiten kommen, beinhaltet diese:

  • Anamnesegespräch / Kennenlerngespräch mit Kind und Eltern/Erziehungsberechtigten
  • Testung der Lese- u. Rechtschreibfertigkeiten bzw. Rechenfertigkeiten mit standardisierten/normierten und anerkannten Lese- und Rechtschreibtests bzw. Rechentests
  • gegebenenfalls Testung der phonologischen Bewusstheit mit standardisierten/normierten und anerkannten Tests
  • Auswertung und Interpretation der Testergebnisse
  • wenn gewünscht: ausführliche schriftliche Zusammenfassung und Interpretation der Testergebnisse 
  • Beratungsgespräch bezüglich Testergebnissen, Therapie und häuslichen Fördermöglichkeiten/Unterstützungsmöglichkeiten für das Kind
  • Durchsicht/Berücksichtigung von Schriftstücken oder Rechenaufgaben (Schulhefte ...)
  • Durchsicht/Berücksichtigung von anderen Befunden (z.B. Intelligenzdiagnostik, ADS/ADHS-Diagnostik ...)

Im Anamnesegespräch unterhalten wir uns über den bisherigen Entwicklungsverlauf Ihres Kindes. Es wird dabei die körperliche, motorische (Fein- und Grobmotorik), soziale, kognitive und sprachliche Entwicklung erfragt.

Die schulische Entwicklung in den Fächern Deutsch bzw. Mathematik wird darin nachvollzogen sowie die allgemeine Lernbelastung und die Hausübungssituation besprochen.

 

Wenn Sie schon Vorbefunde (Sehen, Hören, AD(H)S, Intelligenzdiagnostik, Legasthenie- und/oder Dyskalkulie-Diagnostik, ergotherapeutische und/oder logopädische Diagnostik …) haben, nehmen Sie diese bitte zum Gespräch beim ersten Termin mit. 

 

 

Hinweis zu Diagnostiken nach ICD-10 bzw. DSM-5:

 

In Österreich gibt es keine gesetzliche Bestimmung, der nach eine Diagnose nach ICD-10 oder DSM-5 gestellt werden muss, um das Kind in der Schule inklusiv fördern zu können/dürfen. Demnach können die Lese- u. Rechtschreibschwierigkeiten bzw. Rechenschwierigkeiten auch ohne klinisch-psychologischen oder pädagogischen Befund berücksichtigt und dem Kind Hilfestellungen im Umgang mit der Lernstörung gegeben werden.

 

Dennoch kann es vielfach hilfreich sein den Leistungsstand im Lesen und Schreiben bzw. Rechnen diagnostisch abklären zu lassen sowie einen Befund vorzuweisen, um das Kind bestmöglich fördern und unterstützen zu können.

 

In meiner Praxis können, aufgrund meines pädagogischen Grundberufs, keine Diagnosen nach ICD-10 oder DSM-5 gestellt werden, da die Abklärung der kognitiven Leistungsfähigkeit (Intelligenzdiagnostik) nicht angeboten werden darf.  Dh, dass in der schriftlichen Zusammenfassung der Testergebnisse die spezifischen Bezeichnungen  (z. B. nach ICD-10: F81.0 Lese- u. Rechtschreibstörung, F81.1 Isolierte Rechtschreibstörung, F81.2 Rechenstörung, F81.3 Kombinierte Störung schulischer Fertigkeiten) nicht ausgewiesen werden.

Die Testungen für die pädagogische Diagnostik der Lese- u. Rechschreib- bzw. Rechenfertigkeiten in meiner Praxis erfolgen anhand derselben standardisierten Tests, wie sie auch in der klinisch-psychologischen Diagnostik verwendet werden. Festgestellt werden in der pädagogischen Diagnostik daher Lese- und/oder Rechtschreibschwierigkeiten oder Rechenschwierigkeiten an Hand der normierten Lese- u. Rechtschreibtests bzw. Rechentest.

 

Eine Diagnose der Lese-Rechtschreibstörung oder Rechenstörung nach ICD-10 oder DSM-5 kann z. B. von einer/m klinischen Psycholog/in gestellt werden. Weiter werden in einer klinisch-psychologischen Diagnostik gegebenenfalls Komorbiditäten (z.B. Aufmerksamkeit, Konzentration, Depression, Schulangst...) abgeklärt.

 

Treten neben Schwierigkeiten im Erlernen des Lesen, Schreibens und/oder Rechnens noch weitere Lernprobleme, kognitive Schwächen oder andere soziale/emotionale Auffälligkeiten (Aufmerksamkeit, Konzentration, (Schul)Angst, Depression...) auf, so ist eine klinisch-psychologische Abklärung empfehlenswert.

 

Im Falle einer bei mir durchgeführten pädagogischen Diagnostik der Lese- und Rechtschreibfertigkeiten bzw. Rechenfertigkeiten kann zur Diagnosestellung nach ICD-10/DSM-V von meiner Seite aus mit der jeweiligen klinischen Psychologin/dem jeweiligen Psychologen, der Ambulanz für Lernstörungen oder der Schulpsychologie zusammengearbeitet werden.


Wenn alles gegen dich zu sein scheint, dann erinnere dich, dass ein Flugzeug nur gegen den Wind abhebt und nicht mit dem Wind.

(Henry Ford)